• abruzzo01.jpg
  • abruzzo02.jpg
  • abruzzo03.jpg
  • abruzzo04.jpg
  • abruzzo05.jpg
  • abruzzo06.jpg

Die religiöse Kultur der Abruzzen mit ihrem konstanten Gleichgewicht zwischen Natur, Kunst und Glauben drückt sich vor allem im Einsiedlertum aus. In einer zurückgezogenen Lebensweise auf der Suche nach einer asketischen Alternative lebten die Eremiten in Grotten und in Felsunterschlüpfen, die im Laufe der Zeit mit Unterstützung der Volksfrömmigkeit zu richtiggehenden Gebäuden wurden, die mit den Felsen eine harmonische Einheit bildeten. Unter den Einsiedeleien sind zu erwähnen: Die Grotte und Einsiedelei San Michele von Pescocostanzo, die Einsiedelei San Venanzio in Raiano, die Grotte Sant'Angelo in Palombaro, San Nicola in Fano al Corno, Santa Maria in Pagliara di Isola di Gran Sasso, Santa Colomba in Pretara di Isola di Gran Sasso, San Franco in Assergi, Madonna di Appari in Paganica. Eine eigene Erwähnung verdienen die vier Einsiedeleien "Eremi Celestiani", die nach Papst Celestino V. benannt wurden, einer der berühmtesten Söhne der Abruzzen und Mann tiefen Glaubens, der ein Leben in Armut, Bescheidenheit und Demut führte. Er wurde am 5. Juli 1294 zum Papst ernannt und hatte das kürzeste Pontifikat der Kirchengeschichte inne, denn am 13. Dezember 1294 verzichtete er aus Demutsgründen auf sein hohes Amt, um zu seinem einfachen, eremitischen Leben zurückzukehren.

Eremo di Santo Spirito in Majella-Roccamorice - Roccamorice (PE).
Zufahrtswege: Über die Autobahn A25, Ausfahrt Scafa-Alanno, danach entlang der Staatsstrasse SS 25 bis nach Scafa (5 km), danach über die Staatsstrasse SS 487 und eine lokale Strasse bis nach Roccamorice (13 km), danach über eine Nebenstrasse.
Die 1246 erbaute Einsiedelei Santo Spirito befindet sich auf den Abhängen der Maiella. Zwischen 1310 und 1317 war dort der Selige Roberto da Salle Abt und 1347 fand dort auch Cola di Rienzo Zuflucht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Bau einer Reihe von Abänderungen unterzogen: Im 17. Jh. liess der Fürst Caracciolo di San Buono ein dreistöckiges Gebäude an die Abtei anbauen, das heute als Gästehaus dient. Eindrucksvoll ist die Heilige Treppe, die aus dem Bergfelsen gehauen wurde und über die man das Refektorium der Maddalena erreicht.

Eremo di San Bartolomeo a Legio-Roccamorice - Roccamorice (PE).
Zufahrtswege: Über die Autobahn A25, Ausfahrt Scafa-Alanno, danach entlang der Staatsstrasse SS 5 bis nach Scafa (5 km), danach über die SS 487 und eine lokale Strasse nach Roccamorice (13 km), anschliessend über eine Nebenstrasse.
Die Einsiedelei befindet sich in einer unwegsamen Gegend unter einem Felsvorsprung, der sie vollkommen überdeckt; der Bau geht auf die erste Zeit der Besiedelung der Maiella durch Eremiten zurück. Man erreicht sie über eine Heilige Treppe, die die Gläubigen auf den Knien bis zur Kirche zurücklegen, in der sich ein Altar befindet. In der Nacht vom 15. auf den 16. August findet eine einzigartige Prozession statt: Die Gläubigen tragen abwechselnd die kleine Holzstatue des Hl. Bartolomäus nach Roccamorice, wo sie bis zum 9. September verbleibt, um dann von einer weiteren Prozession wieder zur Einsiedelei zurückgetragen zu werden.

Eremo di San Giovanni all'Orfento in Abbateggio - Abbateggio (PE).
Zufahrtswege: Über die Autobahn A25, Ausfahrt Scafa-Alanno, danach entlang der SS 5 bis nach Scafa (5km), anschliessend über die SS 487 und eine lokale Strasse bis nach Abbateggio (11 km), danach auf einer Nebenstrasse.
Auf 1127 m Höhe gelegen, handelt es sich um die am schwierigsten zu erreichende Einsiedelei. Die Lage zwischen den Felsen verleiht dem Bau einen starken Eindruck. Celestino hielt sich dort im Jahre 1274 und von 1284 bis 1293 in Zeiten stenger Busse auf.

Einsiedelein in den Abruzzen

Einsiedelein in den Abruzzen

Einsiedelein in den Abruzzen

Einsiedelein in den Abruzzen

Einsiedelein in den Abruzzen

Einsiedelein in den Abruzzen

0
0
0
s2sdefault