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Feste und Traditionen gibt es in der Emilia-Romagna in mannigfaltiger Form zu erleben. Mittelalterlich gibt sich Brisighella (Provinz Ravenna) in den ersten beiden Juniwochen: Gaukler, Spielmänner und Seiltänzer machen die Strassen zur Bühne. Ferrara, die alte Herzogsstadt der Este, trägt jedes Jahr den Palio, das angeblich älteste Pferderennen der Welt, am letzten Sonntag im Mai aus. Auf dem geschmückten Festplatz versammeln sich die Vertreter der Stadtviertel in historischen Kostümen aus der Renaissance. Akrobaten wie Fahnenschwenker unterhalten das Publikum auf der Piazza Ariostea, bevor die Rennen beginnen. Ähnlich, wenn auch ein wenig kleiner, geht es im toskanisch anmutenden Terra del Sole bei Forlì zu. Am ersten Sonntag im September, wenn sich die Bevölkerung anlässlich des Palio in zeitgenössische Kostüme kleidet, steht mit festlichen Farben und fröhlichen Stimmen ein Stück Renaissancewelt auf. Solche Sprünge in die Vergangenheit bieten viele kleine Orte, in denen sich die Einwohner monatelang auf die Festtage vorbereiten. Kostüme müssen genäht, die Strassen geschmückt werden, und auch die kulinarischen Angebote sollen die Gäste nicht enttäuschen - z.B. in Sestola (Provinz Modena) am ersten Wochenende im Juni. Der Gastronomie sind die vielen kleinen und grossen Feste gewidmet, die zwischen Januar und Dezember überall abgehalten werden. Das beginnt etwa mit dem Glühweinfest in Faenza (La Nott de' Biso') im Januar und setzt sich fort u.a. mit dem Fest des Sangiovese (Wein) in Predappio Alta (Provinz Forlì) im Mai, der Parmigiano-Reggiano-Messe in Casina (Provinz Reggio Emilia) im August, dem Weinfest von Calderino (Provinz Bologna) im September, dem Trüffelfest von Fragno (Provinz Parma) im Oktober bis zum Schneckenfest in Bobbio (Provinz Piacenza) und dem Salzfest in Cervia (Provinz Ravenna), beide im Dezember. Festspiele und Festwochen der Gegenwartskultur zeichnen grosse wie kleine Städte aus: der Wettbewerb der Verdi-Sänger in Busseto (im Juni), die klassischen Musikwochen in Ferrara und Ravenna (Juni), das Soul-Festival in Porretta bei Bologna, die Strassenmusikanten in Ferrara auf dem Busker's Festival (August) und die Jazz-Tage von Ravenna (Juli/August).

Folklore in der Emilia Romagna

Folklore in der Emilia Romagna

Folklore in der Emilia Romagna

Folklore in der Emilia Romagna

Folklore in der Emilia Romagna

Folklore in der Emilia Romagna

Wenige Regionen der Welt können sich einer so aussergewöhnlichen und zum Mythos gewordenen Küche rühmen wie die Emilia-Romagna. Ihr reicher und vielfältiger Schatz an Gaumenfreuden besitzt tiefreichende geschichtliche Wurzeln, ist harmonisch über das gesamte Gebiet verteilt und umfasst alle Bereiche der Gastronomie, von der landwirtschaftlichen Erzeugung zur Kuchkunst bis hin zur Tischkultur. Letztere feiert das gesellige Zusammensein, das den Emilianern und Romagnolen im Blut liegt und zum Ritus wurde. Dies ist das Ergebnis einer gelungenen Kombination von bestimmten Faktoren, an erster Stelle die geographische Lage der Region als Durchgangsland zwischen dem kontinentalen Festland und der Halbinsel Italien. Ausschlaggebend sind auch die grossen Unterschiede der Landschaften: die Gebirgsregion hat die Schätze der Wälder zu bieten, köstliche Edelkastanien, ausgezeichnete Pilze und Trüffel, unvergleichliche Käse- und Wurstwaren und eine im Vergleich zum Rest der Region schlichtere, aber nicht weniger hochwertige traditionelle Küche. Die Ebene, die ebenfalls hervorragende Käse- und Wurstsorten hervorbringt, bietet Spitzenweine und eine üppigere Gastronomie. Das Hügelgebiet mit seinen Weinbergen begünstigt eine vielseitige und hochwertige Weinerzeugung; die Hügel der Romagna bringen ausserdem hervorragendes Olivenöl hervor. Das Ufergebiet des grössten italienischen Flusses, des Po, mit seiner besonderen gastronomischen Tradition, die an Fisch und köstliche Wurstwaren gebunden ist, z.B. an den "Culatello". Das  wasserreiche Gebiet - die Comacchio-Täler, das Po-Delta, der Park der Saline di Cervia u.a., mit seinen unterschiedlichen und nicht weniger schmackhaften Gaumenfreuden. Schliesslich die lange, romagnolische Küste, Geheimniswahrerin einer Küche, die mit dem Meer verbunden ist und sich durch Finesse und den Duft der Fische aus der Adria auszeichnet, von denen der Blaufisch an erster Stelle steht. Wenn die Emilia-Romagna auch nicht das Schlaraffenland ist, so fehlt doch nicht viel dazu. Sie ist in jedem Fall das Land, das durch seine herrlichen Gerichte tagtäglich die "Arte di vivere" (Lebenskunst) zelebriert. Lebensfreude also, die daraus entsteht, dass man dem Leben Geschmack verleiht und den Geist der Gastlichkeit unterstreicht. Daher die Berufung der Region nicht nur für die Gastronomie, sondern auch für den Tourismus, die nicht ihresgleichen kennt. In einem Land mit dem antiken Kult des Schweinefleisches nehmen die Wurstwaren den Ehrenplatz ein, deren Sortiment das, gelinde gesagt, verblüffend ist: das sehr zarte, geräucherte Lendenfleisch und die Salami von Piacenza, der Parmaschinken, König der Schinken neben den anderen gastronomischen Schätzen des Gebietes von Parma, darunter der unnachahmliche Culatello von Zibello, die Salami "Felino", die gekochte Schulter von S. Secondo, die Giuseppe Verdi sehr liebte, "Strolghino", kleine milde Salamis aus Culatello, die "jung" gegessen werden sollten; "Mariola", eine Art grosse Schlackwurst, "Prete" (Priester) und "Vescovo" (Bischof), unterschiedlich gewürzte Wurstwaren, die gekocht gegessen werden. Modena unterscheidet sich ausser durch seinen typischen Schinken auch durch den traditionellen gefüllten Schweinsfuss, der nach dem Garen durch unwiderstehlichen Duft anzieht. Bologna ist seit Alters berühmt für die Mortadella, die knusprigen Schweinegrieben "Ciccioli", die rosa Salami, das Kopffleisch, die Schlackwürste und die "Cappelli da prete". Ferrara bietet Salami mit Knoblauch und die einzigartige "Salama al sugo", eine herzhafte Wurst, die heute noch nach einem Rezept aus der Renaissance hergestellt wird. Die gesamte Romagna ist eine Verherrlichung von köstlichen Würsten und sehr mageren und schmackhaften Salamis, die sich zum Schiken von Carpegna und dem "Bellecot" gesellen, einer zarten Schlackwurst, die für die Ebene von Ravenna typisch ist. Unter den Käseprodukten dominiert unangefochten der berühmteste Käse der Wekt, der Parmiggiano Reggiano (Parmesan), der nur in den Provinzen Parma, Reggio, Modena, in einem Teil der Provinz Bologna (links des Flusses Reno) und im Oltrepo' von Mantova hergestellt wird. Im Gebiet von Piacenza kann man wie in der gesamten oberen Romagna ausgezeichnete Schafskäse kosten. Unter den frischen Milchprodukten sind die herrlichen "Sequaquerone" von Castel S. Pietro Terme im Gebiet von Bologna zu nennen, eine Art schmackhafter Stracchino, sowie der hochwertige "Raviggiolo" des romagnolischen Apennins, ein sehr zarter, roher Käse, der ganz frisch auf Farnblättern gereicht wird. Nicht zu vergessen ist der ausgezeichnete "Grubenkäse", der in antiken Gruben gereift wird, wo er sich mit unglaublichen Aromen verfeinert; hergestellt wird er vor allem in Sogliano und Umgebung, in der südöstlichen Romagna, u.a. in Roncofreddo, wo sich die alte "Grube des Überflusses" befindet. Die Emilia-Romagna ist auch die Mutter der Teigwaren. Unter den in Brühe gereichten Teigwaren stehen an erster Stelle die Tortellini, das symbolische Gericht von Bologna, das auch mit einem anderen Rezept in Modena zubereitet wird; zu ihnen gesellen sich die Cappelletti mit frischen und gereiften Käsen in verschiedenen Anteilen und manchmal auch mit dem Zusatz von Schweinefleisch, sowie die Anolini von Parma. Sehr vielfältig ist auch die Auswahl an Nudelgerichten, die mit Sossen gereicht werden: Tortelli mit grünem Blattgemüse von Piacenza, Parma und Reggio, Tortelloni mit Ricotta (Frischkäse) von Bologna, oder mit Kartoffeln, die typisch für den Apennin sind, die berühmten Lasagne und Tagliatelle von Bologna mit Fleischsosse, die "Pisarei e fasò" von Piacenza, Cappellacci mit Kürbisfüllung und die Makkaronipastete von Ferrara, die auf die Renaissance zurückgeht, Ravioli, romagnolische "Garganelli", Nudelgerichte mit Meeresfrüchten und Fischen an der romagnolischen Küste. Nicht zu vergessen sind die Reisbombe von Parma, die "Pissatelli" in Brühe und die romagnolischen "Manfrigoli", die Polenta mit Pilzen und die Tagliatelle aus Kastanienmehl einiger Berggebiete der Emilia (Borgotaro) und der Romagna (Bagno di Romagna). Und dann ein köstliches Brot, vielmehr das Brot schlechthin, das duftende und knusprige Brot von Ferrara und viele einladende Backwaren: die romagnolische Piadina, die auch mit Kräutern oder anderen Zutaten gefüllt sein kann, um die "Cassoni" oder "Crescioni" zu bilden, im Backofen überbacken ergeben sie die "Crescenti", mit Schinkenstückchen verfeinert, dann die herausgebackenen "Gnocco" und die "Torta" von Reggio Emilia" und Parma, "Tigelle" und "Borlenghi" von Modena sowie die Kräutertorte von Borgotaro, der köstliche "Erbazzone" und die "Chizze" jüdischen Ursprungs von Reggio Emilia. Auch wenn diese Region eine besondere Vorliebe für warme Vorspeisen hat, so ist das Panorama der Hauptgerichte nicht weniger anziehend und umfasst alle Arten der Zubereitung aller Fleischsorten, auch Wild, wobei sich die Romagna besonders auf das Hammelfleisch spezialisiert hat. An der Adriaküste gibt es natürlich sehr schmackhafte Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten vom Grill, in Sosse, gebacken, gebraten, als Salat und als charakteristische Spiesse, die in Sand über dem Feuer gesteckt werden. Eine weitere, besondere Tradition haben die Comacchio-Täler und Goro zu bieten, mit ihren berühmten Aalgerichten. Dazu köstliches Obst und Gemüse, die zu Recht berühmt sind, wie die typischen Kartoffeln von Bologna, die romagnolischen Schalotten, die goldene Zwiebel von Bologna und von Parma, Knoblauch des Gebietes um Piacenza, Erbsen von Cesenate, Spargel von Altedo in der Tiefebene von Bologna, die Kirschen von Vignola, die typischen Birnen von Bologna, die Äpfel des Gebietes von Ferrara, die Pfirsiche und Erdbeeren der Romagna, die saftigen Melonen und Wassermelonen der Tiefebene von Ferrara, Bologna und Ravenna, die Edelkastanien und Beeren der Apenninenwälder, insbesondere im Gebiet von Casentino zwischen der Romagna und der Toskana, die Pilze des Alto Parmense, die Trüffel der Berge von Bologna und der Romagna und der Wälder von Panfilia und Mesola im Gebiet von Ferrara. Auch das Kapitel der Süssspeisen und Feinbackwaren bietet eine anregende "Lektüre": die "Spongate" alter jüdischer Herkunft findet man entlang des Po-Ufers im Gebiet von Parma und Reggio, der Barozzi-Kuchen von Vignola, der "Bensone" und die süssen Tortelli von Modena, der "Certosino" oder "Panspeziale", der "Panone", die "Oinza", die Raviole und die Säfte von Bologna, die "Africanetti" von S. Giovanni in Persiceto, das Kleingebäck "Biscotti del Re" von Altedi, die "Crescente con l'uva" von Ferrara, der Kastanienkuchen, die Kastanientorten und anderen Feinbackwaren aus Kastanienmehl im gesamten Gebirgsgebiet, die "Zuppa inglese" (die ihren Ursprung in der Romagna hat), mit Creme gefüllt und Alkermes getränkt in verschiedenen Versionen in fast der gesamten Region, wie auch viele Kringel, Mürbteigkuchen, Kleingebäck in verschiedenen Formen, Zubereitungen und Aromen in der gesamten Region, sowie der Reiskuchen, der in Bologna "Torta degli addobbi" heisst. Der Balsamessig aus der Gegend um Modena hat mit Salatessig wenig gemein. Dickflüssig, dunkelbraun und aromatisch wird er als Würze verwendet. Zur Herstellung wird bester Weisswein eingekocht und mit einer speziellen Essigmutter vergoren. Darauf folgt eine Reife in immer kleineren Fässern aus verschiedenen Holzarten wie Kastanie, Kirsche und Esche, schliesslich aus Maulbeerholz und für die feinsten Sorten zum Schluss in nur 13 l fassenden Wacholderholzfässchen. Die teuersten Sorten sind 50 bis über 100 Jahre alt.

Gastronomie in der Emilia Romagna

Gastronomie in der Emilia Romagna

Gastronomie in der Emilia Romagna

Gastronomie in der Emilia Romagna

Gastronomie in der Emilia Romagna

Gastronomie in der Emilia Romagna

Die Region Emilia-Romagna ist eine Ebene zwischen dem Flusslauf des Po und dem toskanisch-emilianischen Apennin, der auf das Adriatische Meer von den Comacchio-Tälern bis zu der berühmten Riviera der Romagna blickt, einem der bedeutendsten Reiseziele des Badetourismus Europas. Die Verwaltung umfasst 9 Provinzen: Bologna (Hauptstadt der Region), Parma, Modena, Ferrara, Ravenna, Reggio Emilia, Piacenza, Forlì-Cesena und Rimini. Die Landschaft weist drei verschiedene Merkmale auf: das bewaldete und wenig bewohnte Apenninengebirge, die flache und sandige Adriaküste und die weite, fruchtbare Ebene. Die Region erstreckt sich entlang des Apennins. Die höchsten Berge liegen in der Provinz Reggio; es handelt sich hierbei um den Monte Cimone (2165 m), Monte Cusna (2121 m), Alpe di Succiso (2017 m) und den Monte Giovo (1991 m). Schroffe Landschaften und durch Regenwasser zersetzte Felsen wechseln mit dichten Buchen-, Fichten-, Kastanien- und Tannenwäldern ab. Zahlreiche Gebirgspässe verbinden die Region Emilia-Romagna mit den angrenzenden Regionen. Der Cisa-Pass führt mach Ligurien, die Pässe Cerreto, Abetone, Futa und Mandrioli führen in die Toskana. Der 122 km lange, flache und sandige Küstenstreifen erstreckt sich zwischen den Provinzen von Ferrara und Rimini. An den Flussmündungen befinden sich die Kanalhäfen Cattolica, Riccione, Rimini, Bellaria und Cesenatico, im Gebiet von Forlì; die Häfen Ravanna und Cervia im Gebiet von Ravenna; der Hafen Porto Garibaldi im Gebiet von Ferrara. Entlang der Küste von Norden nach Süden stösst man auf die grosse Lagune der Valli (Täler) di Comacchio im Gebiet von Ravenna, die eine Fläche von ca. 407 qkm einnimmt. Weiter südlich säumen jahrhundertealte Pinienwälder die weiten Strände und zwischen Milano Marittima und Cattolica reihen sich die berühmtesten Badeorte der Küste der Romagna an. Die Hügellandschaft ist abwechslungsreich und anziehend: auf fruchtbare Getreidefelder, Obstgärten und Weinberge folgt Gelände ohne Vegetation; das sanfte Hügelland wird stellenweise von vereinzelten kalkigen Tafellandschaften unterbrochen, von denen die bekannteste und malerischste die Pietra di Bismantova im Gebiet von Reggio Emilia ist. Südlich des Flusses dehnt sich die Poebene aus, auf der sich fruchtbare Felder erstrecken.

Der Grossteil der Apennintäler wird von Flüssen mit Sturzbacheigenschaften durchströmt. Wasserreich im oberen Flussteil, fast ausgetrocknet mit steinigem Flussbett im niedrigen Teil. Viele von ihnen weisen Sperrungen auf, mit kleinen Stauseen für Kraftwerke. Die direkten Nebenflüsse des Po sind: Tidone, Trebbia, Nure, Arda, Taro, Enza, Secchia und Panaro. In die Adria münden die Flüsse: Reno, Lamone, Montone, Savio, Rubicone und Marecchia. Die Apenninlandschaft wird zwischen 1000 und 1800 m Höhe von Wasserspiegeln angereichert, z.B. dem Lago Verde im Gebiet von Reggio, der Scaffaiolo-See im Gebiet von Modena, die Staubecken Suviana und Brasimone im Apennin von Bologna. Die Emilia-Romagna hat das typische Klima der Poebene, mit kalten, regen- und nebelreichen Wintern und sehr warmen Sommern. An der Pomündung, zum Adriatischen Meer hin, wo sich der Fluss auf ein Delta verteilt, begünstigt das sumpfige Land die Nebelbildung. Die Küste der Romagna mit ihren schönen Stränden erfreut sich im Sommer eines herrlichen Wetters, das Millionen von sonnenhungrigen Badeurlaubern verführt.

Jahresdurchschnittstemperatur: 15,8 °C
Temperatur im Januar: 7,5 °C
Temperatur im Juli: 24,5 °C
Durchschnittlicher Jahresniederschlag: 1.118 mm
Regentage (Jahresdurchschnitt): 93
Mittlere relative Feuchtigkeit: 68%

Geographie der Emilia Romagna

Geographie der Emilia Romagna

Geographie der Emilia Romagna

Geographie der Emilia Romagna

Geographie der Emilia Romagna

Geographie der Emilia Romagna

Die Emilia-Romagna ist das "Land des Talents", auf allen Gebieten und in jedem Zeitalter: von den grossen Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern der Vergangenheit zu den zeitgenössischen (Guglielmo Marconi stammt auf Bologna); ebenso ist die Region Heimat von grossen Meistern des Filmwesens, darunter Federico Fellini, und zahlreichen Schauspielern, Komponisten und berühmten Sängern jeder Stilrichtung (z.B. Pavarotti, Dalla und Morandi). Nicht zu vergessen ist, dass es auch die Heimat von schaffenskräftigen Unternehmern mit Leidenschaft für Motoren (Ferrari ist hier geboren) und technologische Innovation ist, von Persönlichkeiten des sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Milieus. Es ist eine Region, in deren Genen die Kultur verwurzelt ist, Beweis dafür ist, dass sie die älteste Universität Europas, die von Bologna, schuf. Das ganze Jahr über finden Gedenkfeiern, Kunstausstellungen, Aufführungen und Weihefeste statt.

Kultur der Emilia Romagna

Kultur der Emilia Romagna

Kultur der Emilia Romagna

Kultur der Emilia Romagna

Kultur der Emilia Romagna

Kultur der Emilia Romagna

Die Emilia-Romagna ist reich an Zeugnissen der romanischen Zivilisation, vor allem in Rimini wo vom Augustus-Bogen aus die Via Emilia beginnt, welche die gesamte Region durchquert. Die Tiberius-Brücke, das Haus (Domus) des Chirurgen und zahlreiche historische Funde im Gemeindemuseum zeugen von der historischen Bedeutung dieser Stadt, die unter römischer Herrschaft das letzte Tor zum antiken Gallien darstellte. Zwischen dem IV. und VI. Jahrhundert erblühte die christlich-byzantinische Kunst, welche Ihren grössten Glanz in Ravenna zum Ausdruck bringt, mit bestens erhaltenen Mosaiken und Monumenten (S. Apollinare in Classe, Mausoleum von Galla Placidia, San Vitale usw.). Die bedeutendsten Zeugnisse romanischer Kunst befinden sich in den grossen Kathedralen von Modena (eines der "Weltvermögen der Menschheit"), Parma, Piacenza und Ferrara. Bologna und Piacenza wurden im Mittelalter durch gothische Monumente bereichert. Während der frühen Renaissance wirkten einige der bedeutendsten Architekten in der Emilia-Romagna, beauftragt von den führenden Herrschaften: Sigismondo Malatesta, Herr von Rimini, beauftragte Leon Battista Alberti, den Tempel der Familie Malatesta zu erbauen, sowie sein Schloss (Rocca Malatestiana), welches vollkommen restauriert wurde und ohne Zweifel eines der bedeutendsten Monumente Riminis darstellt. Zahlreiche bedeutende Maler schufen in der Emilia-Romagna, herausragend sind vor allem Correggio und Parmigianino, die in Parma triumphierten; im 16. Jahrhundert taten sich Guido Reni und Guercino hervor, im 18. Jahrhundert die bekanntesten Vertreter der Schule der Macchiaroli, Lega und Fontanesi, sowie anschliessend De Pisis und Morandi; zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird die metaphysische Malerei geboren, deren grösste Vertreter De Chirico und Carrà sind.

Kunst der Emilia Romagna

Kunst der Emilia Romagna

Kunst der Emilia Romagna

Kunst der Emilia Romagna

Kunst der Emilia Romagna

Kunst der Emilia Romagna

Das lokale Kunsthandwerk rühmt sich einer Keramikverarbeitung, die antike Ursprünge aufweisen kann. Ende des 16. Jahrhunderts erzeugten die Bewohner von Faenza eine Milchweiss färbende, gut deckende Verkleidung für die Terrakotta. Dank dieser Erfindung erworben die Werkstätten von Faenza hohes Ansehen und die Meisterkeramiker begannen, ihre Geheimnisse vom Vater auf den Sohn zu übertragen. In der Stadt und ihrer Umgebung kann man heute Gegenstände mit charakteristischen Dekorationen erwerben, die mit mehrfarbigen, historischen Bildern geschmückt sind, oder auch nur einen einfacheren Gebrauch von blauer Farbe aufweisen. In einigen Landgebieten, insbesondere in Ferrara und Umgebung, ist die alte Tradition der gravierten Keramik wieder aufgeblüht. Geschickte Handwerker erzeugen Objekte des täglichen Lebens, wie z.B. Kaffeetassen oder grosse, dekorative Teller mit Gravierungen im Renaissance-Stil. Die Handwerker von Ferrara schaffen auch kleine Gegenstände wie Essenzverbrenner oder Signalpfeifen. In Montelli (Provinz Forlì) werden die besten Tonbackformen hergestellt, um die Piadina (Brotfladen) zuzubereiten, während in der Gegend zwischen Riccione und Rimini der Ton noch an der Drehbank bearbeitet wird. In diesem Gebiet wird auch Marmor noch mit traditionellen Techniken bearbeitet. Das selbe gilt für die Bearbeitung von Kupfer, Zinn und Schmiedeeisen. Von den glühenden Eisenplatten werden Fenster, Eisengitter und Objekte für die Innendekoration produziert. Die Kunst der Mosaikarbeiten ist heute noch sehr lebendig in der Gegend von Ravenna. In Geschäften und Werkstätten kann man moderne Kompositionen oder auch kleine Reproduktionen von antiken Mosaiken erwerben. In den alten Werkstätten der Romagna werden heute noch Tücher "a ruggine" bedruckt, eine Handwerkliche Tradition, die den Handdruck vorsieht. Der jahrhundertealte Zauber antiker Handwerkskunst ist in der Provinz Ferrara noch immer sehr präsent. Holzschnitzarbeiten sind überall zu sehen in der Gegend von Ravenna, wie in der kleinen Ortschaft, Bagnocavallo, werden kleine Körbe und andere hübsche Gegenstände geflochten.

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Kunsthandwerk der Emilia Romagna

Die Küste der Emilia-Romagna erstreckt sich rund 130 km lang zwischen den Lidi di Comacchio im Norden und Cattolica im Süden. An ihr finden Sonnenhungrige die sichersten und vergnüglichsten Badestrände Europas. Familienfreundlich sind sie allemal: der Boden fällt am Ufer ganz seicht ab und das Meer bleibt auf 500 Meter frei von Motorbooten. Im feinen und weichen Sand fühlen sich besonders Kinder wohl. Kleine Fischerstädte mit alten Häfen wie Comacchio, Cervia oder Cesenatico gehören zum bunten Bild der Adria. Ausgrabungen wie die Etruskerstadt Spina sind noch ein echter Geheimtipp. Und die Hauptorte der Provinzen Ferrara, Ravenna, Forlì-Cesena und Rimini zeigen sich jeweils mit ganz eigenem Charakter als Erlebnis- und Kunststadt. Es gibt anerkannte Kurbäder mit Thermen in Rimini, Riccione, Cervia und Punta Marina. Nachtschwärmer werden von den heissen Rhythmen in mehr als 130 Discos und Musikbars wach gehalten. Oft ist der Blick auf die adriatische Riviera durch Begriffe wie "Teutonengrill" verschleiert worden. Mit offenen Augen erkennt man schnell die grossartigen landschaftlichen Schönheiten. In Cervia unweit von Ravenna beginnt etwa ein Küstenstreifen, den bis nach Casalborsetti ausgedehnte Pinienwälder überziehen. Dünen mischen sich mit Heideland und Wiesen zu einem einzigartigen Naturparadies, das Urlauber je nach Lust und Laune mit dem Fahrrad, auf dem Pferd oder auch zu Fuss durchstreifen. Im Naturschutzpark des Podeltas sind Hausboote zu mieten, mit denen man zwischen dem bezaubernden Fischerstädtchen Comacchio und den vielen Flussarmen des Podeltas die Natur erkunden kann. In rund 1400 Strandbädern sorgt schliesslich der gut organisierte Service dafür, dass sich sogar im Hochsommer alle wohl und sicher fühlen können. Dafür bürgen die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Einwohner und die touristischen Einrichtungen. Die Küste der Emilia-Romagna wäre nur halb so schön, würde sie sich nicht an ein reiches Kulturland mit seinen Hügeln und Bergen, alten Dörfern und Kunststädten anlehnen. Ausflüge ins Hinterland geben Einblick in die Kultur und Geschichte dieser abwechslungsreichen und faszinierenden Region.

Küste in der Emilia Romagna

Küste in der Emilia Romagna

Küste in der Emilia Romagna

Küste in der Emilia Romagna

Küste in der Emilia Romagna

Küste in der Emilia Romagna

In den Gärten und Parks atmen die Steine. Ein unsichtbares Band besteht zwischen der Umwelt und der vom Menschen gedeuteten Natur. So wird selbst eine Wanderung entlang der Bergkämme des Apennin oder entlang des längsten europäischen Meerufers, eine Bootsfahrt auf dem Po oder eine Fahrt auf zipressen-umsäumten Wegen zu uralten Villen zum Museumserlebnis. Auf dem Bergkamm des Cimone sind Felsen aus dem Tertiär sichtbar. Es ist das älteste Gestein einer geolo-gisch kaum 50-70 Mio. Jahre "jungen" und noch unruhigen Region, die sich vom Apennin bis zum Po und ans Meer erstreckt. Dem Betrachter bietet sich das Bild der Gipfel des Cusna, des Cimone und des Corno alle Scale, die knapp an die 2.000 Meter heranreichen. Nach Nordosten, zur Po-Ebene bietet sich dem Blick eine sanft auslaufende Hügellandschaft. Die Landschaft besteht aus geschichteten Erhebungen und Sedimentgestein, ist gezeichnet von Kreidefelsen und dem Phänomen der "calanchi"- von bizarren Faltenwürfen und zerbröckelndem Lehmboden - die sich an den Flanken der Täler entlangziehen. Und weiter geht's talabwärts in Richtung Nordosten. Die Landschaft wird zunehmend flacher und gleichförmiger. Das Land ist in geometrisch angelegte Parzellen aufgeteilt - eine Hinterlassenschaft der Römer. Dann öffnet sich die Po-Ebene, weitet sich zum Meer hin und wird durchzogen durch den größten Fluss Italiens. Das Delta des Po ist durchflutet von Süßwasser und salziger Seeluft. Dort wurde das Moor trockengelegt und die spontane Vegetation ersetzt durch Wein- und Obstgärten. Einzige Ausnahme ist der Wald bei Mesola oder Bosco della Mesola - ein Wald mit jahrhundertealten Steineichen - und der Pinienwald von Ravenna. In diesem Landstrich haben die Menschen bereits seit den Zeiten der Römer die mediterrane Pinie der Silberpappel und der Esche vorgezogen. Die Region kann reizehn Parks, zwölf regionale Natur-Reservate, sowie ein Nationalpark, diverse staatliche Natur-Reservate und über 1.400 historische Parks und Gärten aufweisen. Sie stellen das grüne Gebiet der Emilia-Romagna dar, welches 7% des gesamten Territoriums entspricht. Vom Regionalpark "Boschi di Carrega", Jagdgebiet der Adligen von Parma bereits zur Zeit der Familie Farnese, bis hin zu den Casentinischen Wäldern, deren Geschichte mit den Mönchen von Camaldoli eng verbunden ist. Bis hin zum Schutzgebiet des Po-Deltas, zwischen Ferrara und Ravenna, in dessen aussergewöhnlicher Atmosphäre Zeugen der Vergangenheit stehen wie die Abtei von Pomposa, eines der wertvollsten Zeugnisse der romanischen Kunst, sowie die etruskische Nekropolis von Spina, die Mosaike von Sant'Apollinare in Classe und das Estenser-Schloss der Mesola. Die Route, reich an eindrucksvollen und einzigartigen Landschaftsbildern, ändert sich rasch, von den verschneiten Hügeln bis zu den Sümpfen der "Bassa". Wälder mit Buchen, Kastanien, Koniphären und seltenen Blumen, wie z.B. die alpine Aster und die Silbergeranie, bedecken den westlichen Bereich des bologneser Appennins. Hier liegt der Naturpark Corno alle Scale, der an den Naturpark Alto Appennino Modenese - vom Berg Cimone überragt - und an die Toskana grenzt. Auf dem Gebiet der Provinz Reggio Emilia schließt sich der Naturpark Parco del Gigante an. In der Provinz Bologna kann man im Naturpark der "Gessi Bolognesi"unter die Erde steigen. Dieses aufgrund von Karsterscheinungen entstandene Höhlensystem gehört mit seinen mehr als 200 Kreidehöhlen zu einem der weitläufigsten seiner Art in Europa. Bei Castelnovo Monti erhebt sich schon von weitem sichtbar das quadratische Profil des Felsens Pietra di Bismantova im Wettstreit mit den Obelisken aus Sandstein der Sassi di Roccamalatina und den Groppi Rossi des Naturparks Parco del Berceto, in dem auch der alte Ortskern von Corchia einen Besuch lohnt. Um im Grünen und auf geschichtlichen Pfaden zu wandeln reicht ein Ausflug auf die Höhen des Monte Sole, die nach dem nazifaschistischen Blutbad von 1944 zu trauriger Berühmtheit gelangt sind oder ein Besuch der Abtei von Monteveglio mit seinem auf den heutigen Tag unversehrt erhaltenen, mittelalterlichen Kern. An Flüssen liegen außerdem die Parks des Taro, Stirone, Marano, Conca, Val Marecchi und der Park an den Seen von Camugnano. Besonders hervorzuheben sind auch der Park Oloferno mit seinen 6 verschiedenen Fledermaus-Populationen, der Park Salse di Nirano mit seinen kleinen, bizarren Vulkankegeln, die sich durch die Eruption salzigen Schlamms gebildet haben und der Park Fontanili di Corte Valle Re, in dem einige wichtige Quellen der Po-Ebene heute unter Naturschutz stehen.

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Natur und Parks in der Emilia Romagna

Die Apenninkette, welche die Emilia Romagna durchquert, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Sportarten wie Mountainbiking, Fahrradtourismus, Reitspaziergänge und Trekking. Dank der vielen Wildbäche in den Apenninen sind Kanu und Canoying möglich, wie auch Free Climbing. Im Winter bietet die schneebedeckte Apenninenkette eine Reihe von Sportmöglichkeiten in den hervorragend eingerichteten und behaglichen Wintersportorten. Man kann zwischen Abfahrt und Langlauf, Snowboard und Ski-Bergwandern wählen Sehr beliebt ist auch Golf, mit einer Reihe ausgezeichneter Plätze. Das Meer, seit jeher Mittelpunkt des nationalen und internationalen Tourismus, bietet besonders gut ausgestattete Strände für angenehme und abwechslungsreiche Ferien. An den Stränden werden immer neue Tätigkeiten, anregende Spiele, Wassergymnastik, Beachvolleykurse usw. angeboten, sowie Segelsport, Windsurfen, Wasserski und vieles mehr. Entlang der Küste und im Hinterland ist das beliebsteste Spiel "Bocce" (Boccia), eine der wahrhaftig unverfälschten Sportarten dieses Landes. Eine alte Tradition, in den Gärten der Gasthäuser geboren, wurde derart populär, dass ausserhalb der privaten Kreise auch überall Anlagen in öffentlichen Gärten entstanden sind, wo man Treffen und richtige Turniere organisiert.

Sport in der Emilia Romagna

Sport in der Emilia Romagna

Sport in der Emilia Romagna

Sport in der Emilia Romagna

Sport in der Emilia Romagna

Sport in der Emilia Romagna

Urkräfte steigen aus der Tiefe, Gase und Mineralien, Salinen und Schlamm: seit Jahrtausenden weiss der Mensch die Heilkraft der Natur zu schätzen. Doch Kur- und Thermalbäder können mehr sein als nur Stätten der Gesundheitsfürsorge. Seit 1847 üben zum Beispiel die Kuranlagen in Salsomaggiore Terme eine magische Anziehungskraft aus. Hier geht die Eleganz der Architektur des Thermalbades mit der Effizienz des Kurbetriebes und dem Charme des Ortes unweit von Parma eine beispiellose Symbiose ein. Aber es gibt nicht nur Salsomaggiore. Von Bobbio im Nordwesten bis nach Riccione im Südosten zieht sich die Kette der Apennin-, der Hügelland- und der Seethermen, die im "Circuito Termale der Emilia-Romagna" zusammengeschlossen sind.

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Thermen und Seen in der Emilia Romagna

Die Weine der Emilia Romagna sind wie geschaffen für geselliges Zusammensein, prickelnd, trocken, lieblich oder süss, herb oder heiter. Rotweine wie Gutturnio, Ortugo, Monterosso, Malvasia der Hügel von Piacenza, Fortana der Tiefebene von Parma, die verschiedenen Lambrusco von Reggio und Modena, Pignoletto, Barbera, Sauvignon der bolognesischen Hügel, die Sandweine von Bosco Eliceo im Gebiet von Ferrara, Albana di Bertinoro, Sangiovese, Trebbiano, Pagadebit, der milde Cagnina di Romagna und viele andere. Sie alle sind zu finden in den suggestiven Weinkellern der Rocca di Dozza auf den Hügeln von Imola, wo sich die Regionale Weinsammlung der Emilia Romagna befindet.

Wein Emilia Romagna

Wein Emilia Romagna

Wein Emilia Romagna

Wein Emilia Romagna

Wein Emilia Romagna

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